Das Hühnerauge

Ein Hühnerauge ist eine schmerzende Stelle am Fuß. Es kann sich auf oder zwischen den Zehen, an der Fußsohle oder manchmal auch auf dem Fußrücken befinden. Das Hühnerauge entsteht infolge von permanentem Druck oder Reibung auf knochennahen Hautstellen. Dieser Druck entsteht durch zu enges oder falsches Schuhwerk oder durch Überbeanspruchung, z. B. nach zu langen Wanderungen von untrainierten Füßen.

Was sind Hühneraugen

Hühneraugen sind eine Form von Horn- oder Hautschwielen, einer Hautvernarbung, auch “Hornhaut” genannt. Man unterscheidet zwischen “harten” und “weichen” Hühneraugen, wobei sie sich in Entstehung und Schmerzbildung nicht unterscheiden. Dabei entsteht ein mit der Spitze nach unten, in die Tiefe gerichteter, keilförmiger Zapfen oder Sporn. Dieses kann sehr schmerzhaft sein und das Gehen erschweren oder bei schweren Formen sogar unmöglich machen, eine Versorgung bzw. Entfernung ist auf jeden Fall empfehlenswert. Meist ist der erwähnte Sporn an der Oberfläche durch einen kleinen Punkt zu erkennen.

Ein Hühnerauge bildet einen keilförmigen Sporn zum Beispiel unter der Fußsohle

Ein Hühnerauge bildet einen keilförmigen Sporn zum Beispiel unter der Fußsohle

Das Gebilde ähnelt dann einem Vogelauge, daher ist umgangssprachlich die Bezeichnung Hühnerauge bereits im 16. Jahrhundert belegt. Weitere Namen sind Krähenauge, Elsternauge, Leichdorn oder – wissenschaftlicher – Klavus bzw. Clavus (lat. für “Nagel”). An den Stellen, an denen Reibung ausgelöst wird, entsteht das harte Hühnerauge. Die Zehenspitzen, Seite oder Oberfläche der Zehen sind davon am meisten betroffen. Gelblich bis rötlich, glänzend und eine härtere Oberfläche als die umgebende gesunde Haut kennzeichnet diese Variante. Druck auf die betroffene Fläche verursacht einen stechenden Schmerz. Weiche Hühneraugen fühlen sich deutlich anders an und entstehen meist zwischen den Zehen, wenn sie aneinander reiben. Der Schmerz ist aber der gleiche.

Hühneraugen sind eine vermeidbare Volkskrankheit. Vor allem bei Frauen, die zu enge oder spitz zulaufende Schuhe tragen, werden Hühneraugen festgestellt. Vorsorge ist nur bedingt durch passendes Schuhwerk oder Einlegesohlen möglich. Doch wenn zwischen den Zehen erste Zeichen bemerkbar sind, kann durch Spreizen schlimmeres vermieden werden. Dieses Spreizen kann durch Hilfsmittel wie Tamponagen oder Papiertaschentücher erreicht werden. Aber es handelt sich nur um ein Hilfsmittel, passendes Schuhwerk ist auf alle Fälle besser.

Die häufigsten Ursachen

Ein Hühnerauge ist stets eine sehr lästige Sache. Der häufigste Grund, warum Hühneraugen überhaupt erst entstehen sind falsch sitzende Schuhe. Drückt der Schuhe, so entsteht an den jeweiligen Druckstellen eine Schicht auf der Oberhaut die nach und nach verhärtet. Problem dabei ist nun, dass sich bei zunehmenden Druck die verhärtete Haut immer weiter nach unten in den Fuß hereindrückt. Dabei kommt es zum Schmerz und es bildet so das so genannten Hühnerauge.

So beiseitige ich ein Hühnerauge!

Erste Maßnahme die zu treffen ist um das Hühnerauge zu beseitigen ist die, dass die Ursache, sprich der drückende Schuh beseitigt werden muss. Nächster Schritt ist der, das die verhornte Stelle entfernt werden muss. Wichtig an dieser Stelle ist, dass eventuell drückende Schuhe wirklich bei Seite gelegt werden. Ansonsten besteht Gefahr, dass neue Hühneraugen entstehen oder vorhandene Hühneraugen nie richtig abheilen können. Wer dennoch die jeweiligen Schuhe weiterhin tragen möchte, der sollte Rat bei einem Orthopäden suchen. Dieser kann spezielle Einlagen verschreiben, die eine vorhandene Fehlstellung des Fußes korrigieren.

Um die verhornte Haut schonend abtragen zu können ist es sehr empfehlenswert die jeweilige Stelle erst einmal in warmen Wasser einzuweichen. Nachdem die Haut genügend eingeweicht wurde, so kann nun versucht werden die Hornhaut vorsichtig mit Hilfe eines Bimmssteins abzuschaben. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie die gereizte Haut nicht noch mehr verletzen, denn ansonsten können Keime in die Wunde eindringen. Oftmals muss man diesen Vorgang über mehrere Wochen hinweg wiederholen, so lange bis die gesamte Hornhaut abgetragen ist. Um diese ganze Prozedur zu beschleunigen empfiehlt es sich die Haut nach dem Abtragen einzucremen und über mehrere Stunden hinweg feucht zu halten.

Zum Hühneraugenpflaster greifen!

Wie bereits oben beschrieben ist es sehr wichtig die betroffene Stelle feucht zu halten. Anstatt die Füße oder den Fuß in warmes Wasser aufzuweichen, kann auch ganz einfach ein Hühneraugenpflaster gekauft werden. Dieses lässt sich rezeptfrei und zu einem niedrigen Preis in so gut wie jeder Apotheke erstehen.

Wenn das Hühnerauge nach den oben genannten Methode nicht verschwindet, so sollte man auf gar keinen Fall mit spitzen Gegenständen selbst daran herumexperimentieren. Dies wird die ganze Sache nur noch schlimmer machen. Suchen Sie in so einem Fall einfach einen Arzt auf. Dieser wird Ihnen mit Sicherheit weiterhelfen können.

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